Oft gestellte Fragen zur medienkunstschule:
Frage: Wo liegen die Lernerfahrungen für Kinder in einem strikt angeleiteten Setting?
Antwort: Prinzipiell sind die Kinder in der medienkunstschule gleichzeitig vor allem Gast in einem Szenario, in dem Kunst entsteht und auch selbst künstlerisch tätig. Unserer Erfahrung und Überzeugung haben die Kinder mehr davon, einfach dabei zu sein. In wenigen oder vielen Jahren wird dann bei dem ein oder anderen Jugendlichen oder Erwachsenen aus einer bewussten oder unbewussten Erinnerung das Bedürfnis entstehen, selbst, nun wirklich selbst, aktiv zu werden.
Frage: Was ist denn der Anteil der Kinder an Idee und Inhalt einer Sequenz?
Antwort: Die Arbeiten entstehen in der Regel aus der Situation heraus. Oft lassen wir den Druck, dass nun etwas passieren soll, so groß werden, dass notgedrungen etwas Künstlerisches entsteht. Die Kinder assoziieren dann, sprudeln, werden hart gebremst und dadurch ergeben sich die erstaunlichsten Innen- und Außensichten zu einem Thema.
Frage: Wann ist ein Film aus Erwachsenensicht gut gelungen?
Antwort: Stets, in der Regel.
Frage: Wann ist ein Film aus Kindersicht gut gelungen?
Antwort: Immer.
Frage: Können die Kinder eigene Ideen einbringen?
Antwort: Immer. Ob wir sie dann auch verwenden, ist eine andere Sache. Denn oft haben wir aus der Assoziationskette heraus eine konkrete Erwachsenenidee entwickelt und so finden sich Erwachsene und Kinder plötzlich in einer neuen, symbiotisch wirkenden Situation wieder.
Frage: Verstehen die Kinder, worum es geht?
Antwort: Kaum oder permanent, das wissen wir nicht. Oft verstehen die Kinder viel mehr von dem, was wir Erwachsenen mit ihnen gemeinsam unternehmen, als wir selbst. Sie geleiten uns, vorsichtig mahnend, oft, zu etwas Neuem hin, das uns meist sehr gut gefällt.
Frage: Sind die Kinder nicht überfordert?
Antwort: Kaum oder immer oder nie. Sehr situationsbezogen. Abgesehen davon, verstehen wir Überforderung an sich nicht als negativ, sondern, eben, fordernd, darin liegt ein Quantum Passivität und diese empfinden wir gerade im Kunstbetrieb als förderlich.
Frage: Was bringen die Kinder dabei ein?
Antwort: Siehe oben!
Frage: Warum gerade diese Inhalte?
Antwort: Weil sie in der Welt liegen. Es gibt ja, im Grunde, nur wenige sogenannte Inhalte. Die Liebe, den Tod, das Leben, das Suchen, das Geborenwerden. Meist entdecken wir, dass es gerade die Liebe ist und das Suchen, oft aber auch das Verstehen bzw. Missverstehen, die uns thematisch locken. Kommt einfach so. Wissen wir nicht, warum.
Frage: Was haben die Kinder davon?
Antwort: Die Kinder sind Gast in einer pädagogischen Situation der Erwachsenen. Der Umstand, dass wir die eineinhalb Stunden des Kurses sehr präsent sind, überzeugt die Kinder unbewusst, bewusst auch, dass die Zeit gut verbracht ist.
Frage: Wer filmt?
Antwort: Meist die Erwachsenen. Den Blick zu schulen, den Blick durch die Linse, ist ein zu aufwändiger Aspekt, als dass wir ihn nebenher dulden würden. Manchmal dulden wir ihn und die Kinder filmen. Da haben wir die Kamera meist schon fix eingestellt. Alles geht nicht. Und manchmal geht alles.
Frage: Hm?
Antwort: Hm?



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